Ich ermittle es sicher

das Herz aller Dinge

gesehen und lassen

 

an einem Farbfleck

liegt es auf Eis

gelähmt und lange

 

Frühlingsvögel süßen die Luft

Steh auf! Laß gehen!

Atme tief!

 

Mein Weg wartet,

von mir

beschritten zu werden.

 

Anja Mattenklott
Anja Mattenklott

MALEREI

 

Das Innere nach außen bringen

Das Unsagbare sichtbar machen.

Mit dem, was mich berührt,

andere berühren.

 

Malerei ist ein Abenteuer.

Jedes Bild eine Reise

in eine neue Welt.

 

Ein Gegenüber, an dem die Zeit

das Unbewußte

Moment für Moment

enthüllt.


Mein Weg...

Anja Mattenklott: "Strom des Lebens", 2017,  50 cm x 60 cm, Gouache, Pigment, Graphit auf Karton
Anja Mattenklott: "Strom des Lebens", 2017, 50 cm x 60 cm, Gouache, Pigment, Graphit auf Karton

Mein Weg ist das Träumen kann man sagen. Neptuns Gefolge taufte mich siebenjährig auf den Namen "Träumendes Seepferdchen". Meine unerwiderte Abiturliebe aus Texas schenkte mir zum Abschied eine Postkarte mit dem Straßenschild "Dream". Eine Friedensstifterin aus Sri Lanka schrieb mir: wachse... male... lächle... träume... erschaffe... das bist du.

 

Lange habe ich versucht, die normalen Stationen eines Erwachsenenlebens zu absolvieren. Vergeblich.

Ich tue immernoch genau die Dinge, die ich als Jugendliche tat: malen, meine Kleidung selber nähen,

Lieder in anderen Sprachen lernen, mich mit fremden Ländern und Kulturen auf allen Ebenen beschäftigen,

außer hinzufahren (im Geist schon da gewesen).

 

Ich liebe Humor, Farben, Muster, Details, Schriften, wildes Essen aus der Natur und die Liebe.

 

Meine Lebensweise ist artspezifisch eremitisch,

momentan hat sich das Muster "Gärntnern für Geld" und "Malen für die Muse" eingepegelt.

... bereits gelaufen ...

     ab   1975    geboren und gewachsen in Berlin (damals war´s noch Ost-)

1995 - 1998    Ausbildung zur Werbe- und Medienherstellerin

1998 - 1999    Studium für indische Kunstgeschichte, Indische Philologie und Japanologie an der FU Berlin

1999 . 2004    Studium für Malerei und Grafik an der HGB Leipzig, Abschluß als Diplom-Bildende-Künstlerin

2005 - 2006    Projektarbeit im Frauenzentrum Paula Panke e.V., Berlin

2007 - 2009    Projektarbeit in der Musenstube, Berlin - Neukölln

2007 - 2014    Gemischt-Arbeit im KInderladen, Café, Mach Mit!-Museum für Kinder, Baumschule, GalaBau

            2010     Umzug von Berlin nach Paretz (Ketzin/Havel)

     seit 2015    Arbeit bei der Stiftung Paretz

                         und Wiederaufnahme von Stift und Pinsel, nach fünfjähriger Aufgabe für Hacke und Spaten

           2018    Umzug nach Potsdam

 

Beim Anmalen der Jurtenschwelle Mai 2016, Foto: Uwe Steckhan
Beim Anmalen der Jurtenschwelle Mai 2016, Foto: Uwe Steckhan

... in Gedanken danken ...

`Positive Energie steigt auf in meinem Körper und ich öffne mein Herz dem Dank:

Ich danke allen Wesen, die mich bis hierher begleitet haben und dem Universum, daß es mich genau an diesen Platz gestellt hat.´, ist ein im Stillen gedachtes Zitat aus meinen fast allmorgendlichen drei Qi Gong Übungen.

Während "Den Himmel stützen" und "Den Bogen spannen und auf den Adler zielen" gleichförmig körperliche Geschmeidigkeit und Fitness fördern, geht es bei "Das Herz öffnen" schon etwas kreativer zu.

Jedesmal, wenn meine Arme die Bewegung zum Herzöffnen machen, muß ich mir ausdenken, welchem ich mein Herz öffne. Zum Beispiel `... diesem neuen Tag.´ oder `... der Liebe.´oder `... der Kreativität.´oder `... Reichtum und Wohlstand.´oder `... meinen Haaren.´.

Und jedesmal, wenn meine Arme die gesammelte Energie wieder in mein unteres Dantian (zwei fingerbreit unter dem Bauchnabel, chinesisch: "Zinnoberfeld") geleiten, denke ich einen bekräftigenden Satz mit dem jeweiligen Gegenstand meines Herzens. Zum Beispiel `Kreative Ideen sind in mir.` oder `Ich lebe in Reichtum und Wohlstand.´ oder `Meine Haare sind wunderschön und lang und gesund bis in die Spitzen.´, auch wenn sie es objektiv nicht sind. Aber es fühlt sich gut an. Manchmal wird die Übung etwas länger, wenn mir noch etwas zu Bearbeitendes einfällt.

 

Den Abschluß bildet stets das mantraartig, ebenfalls still gedachte buddhistische Stirngebet:

`Alle Wesen sind glücklich und verbunden.´, auch wenn sie es nicht sind.

Gedanken können neue Realitäten erschaffen.

Nach fünf Minuten Konzentration fängt mein Tag dann innerlich sehr aufgeräumt an,

(auch wenn äußerlich nicht so ist....)

 

 

An dieser Stelle habe ich das emotionale Bedürfnis, einigen Menschen meinen tiefen Dank auszudrücken,

die mich auf meinem kreativen Weg beglitten und begleiten und mich zu entschuldigen, daß ich nicht alle Namen nennen kann, denn im Grunde ist jeder Mensch, den ich traf und treffe ein Teil meines Weges.

... also ich danke ...

... meinen Eltern, Peter und Maria Mattenklott,

für meine Lebenswurzeln und für ihre Hingabe beim Weiterreichen der Familienfackel.

 

... der Malererin und Kunstpädagogin Irene Herre,

weil sie mich 1989 als Künstlerinnenküken unter ihre Künstlerinnenfittiche nahm und mir über 10 Jahre mit "Kunst+Experiment" und Menschlichkeit viele begehbare Ausdruckswege zeigte und wir uns bis heute treu verbunden sind.

 

... meinem Gärtner-Bruder Jens Mattenklott,

der mich 2010 mit Baumschularbeit ins Havelland lockte, als es in Berlin nicht mehr weiter ging.

 

... der Keramikerin Annette Wienen,

die mir nach dem Anhören meiner Geschichte ab 2014 spontan ihre Räumlichkeiten für Ausstellungen zu den Offenen Ateliers zur Verfügung stellte.

 

... Dr. Helga Breuninger - Unternehmerin, Stifterin, pädagogische Visionärin,

für ihren Entschluß ab 2009 neben Baden-Würtemberg das Land Brandenburg zu bereichern, Gebäude zu sanieren, neu zu bauen, Arbeitsplätze zu schaffen ( und mir einen abzugeben), und ihre sozialen Visionen zu verwirklichen.

 

... meinen Kollegen von den Teams der Helga-Breuninger Stiftung und der Stiftung Paretz

für ihre Kooperation und Unterstützung in meinem Streben nach Vereinbarkeit von Beruf und Kunst.

 

... dem konstruktiven Journalisten, Dozenten, Stifter, publizierenden Autor, praktischen Veranstaltungsforscher

und Initiator des Globalen Friedensstiftergipfels in Paretz, Michael Gleich,

für die inspirierenden Speisen auf seinem Story Teller, das Teilen der anderen Seite des Universums,

das große Schlüsselbund zur Selbsterkenntnis.

 

... meinen langjährigen und kurzjährigen Freundinnen,

daß sie für mich da sind.

 

... meine Nichten Nina und Julia Mattenklott,

daß sie da sind.

 

 

 

(c) Anja Mattenklott, Paretz, 22. April 2017